Steinplatte – Urzeitmeer im Hochgebirge

Steinplatte - Copyright Karsten-Thilo Raab (1)Textauszug: Am nordöstlichen Zipfel Tirols, dort, wo das Pillerseetal an die bayerische Grenze stößt, markiert die Steinplatte mit ihren 1.869 Metern Höhe einen Fixpunkt alpiner Naturgeschichte. Das gerade einmal 1.900 Einwohner zählende Dorf Waidring auf 778 Metern Seehöhe bildet mit seiner barocken Pfarrkirche, den gepflegten Bauernhöfen und der traditionellen Architektur den klassischen Talabschluss – ein Ort, der bäuerliche Kultur und alpine Gelassenheit ausstrahlt. Doch wer sich vom Ortskern aus in Richtung Gipfelmassiv bewegt, betritt eine Landschaft, die weit über regionale Bedeutung hinausreicht.

Thema: Europas einzige Trockenriff
Länge: 3.711 Zeichen
Bildauswahl und Videoclips lieferbar
Bestellen

Novo mesto: Wo die Krka den Takt vorgibt

Textauszug: Das slowenische Novo mesto macht nichts Spektakuläres – und genau das macht es besonders. Schon bei der Ankunft fällt auf, wie unaufgeregt hier alles wirkt. Keine überfüllten Plätze, keine inszenierten Fotospots, keine Hektik. Pastellfarbene Fassaden lehnen sich aneinander, die Dächer schimmern in warmen Rottönen, dazwischen ragen Kirchtürme auf, und überall dieses satte Grün. Der Blick von der Kandijski-Brücke fällt auf die darunter fließende Krka und die Altstadt. Das Wasser des stadtbildprägenden Flusses schimmert je nach Licht in Türkis- und Grüntönen.

Thema: Noo mesto als offener Geheimtipp
Länge: 3.866 Zeichen
Bildauswahl lieferbar
Bestellen

Predjama – die weltgrößte Höhlenburg

Predjama - Copyright Karsten-Thilo Raab (1)Textauszug: Der graue Fels scheint das Bauwerk beinahe zu verschlingen – oder ist es die Burg, die sich wie ein Parasit in den Stein beißt? Wer vor der Festung Predjama (Slowenisch: Predjamski grad) steht, reibt sich unwillkürlich die Augen. Hier, im Herzen Sloweniens, verschwimmen die Grenzen zwischen Natur und Architektur. Während der Wind pfeifend durch die Felsspalten zieht, hat man das Gefühl, die Zeit sei in den feuchten Mauern der weltweit größten Höhlenburg einfach steckengeblieben. im 13. Jahrhundert nutzten die Erbauer die Felsnische wie eine steinerne Rüstung, die Angreifer verzweifeln ließ.

Thema: Sloweniens Bollwerk im Berg
Länge: 4.292 Zeichen
Bildauswahl lieferbar
Bestellen

Londoner Hopfenwallfahrt in Bermondsey

Bermondsey Beer Mile - Copyright Kasrsten-Thilo Raab (1)Textauszug: Wo früher Leder gegerbt wurde, fließt heute das flüssige Gold. Unter den massiven Backsteinbögen, die die Eisenbahntrassen in Richtung London Bridge tragen, hat sich eine bemerkenswerte Transformation vollzogen. Der herbe Geruch der Tierhautverarbeitung ist in diesem Teil von Southwark längst dem Aroma von frisch verarbeitetem Hopfen und malziger Süße gewichen. Dabei erweist sich die Bermondsey Beer Mile als Geflecht aus Mikrobrauereien, das sich über eine Länge von knapp anderthalb Meilen, also gut 2,5 Kilometer, verteilt. Während oben die Pendlerzüge im Minutentakt über die Gleise donnern, herrscht unten in den hohen, gewölbten Räumen eine Atmosphäre geschäftiger Gelassenheit.

Thema: Bier-Meile im Londoner Süden
Länge: 5.627 Zeichen
Bildauswahl lieferbar
Bestellen

Kastav: Geheimtipp an der Kvarner Bucht

Kastav - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Hoch über der Kvarner Bucht liegt Kastav wie ein gut gehütetes Geheimnis. Die 10.000-Seelen-Gemeinde, nur einen Steinwurf von Rijeka entfernt, wirkt auf den ersten Blick eher unscheinbar. Alte Steinhäuser schmiegen sich dicht aneinander, ihre Fassaden sind vom Zahn der Zeit geprägt: Fensterläden mit verblassten Farben, unregelmäßige Pflastersteine, ein Wirrwarr aus schmalen Gassen und kleine Plätze verleihen dem Örtchen auf 378 Metern über dem Meeresspiegel einen besonderen Charme. Der Weg in die Altstadt führt durch das im Jahre 1731 errichtete Stadttor Voltica. Hinter dem schmalen Zugang öffnet sich ein Labyrinth aus Kopfsteinpflaster, das sich in sanften Wellen über den Hügel legt.

Thema: Kastav als kroatisches Kleinod
Länge: 4.930 Zeichen
Bildauswahl lieferbar
Bestellen

Passerschlucht: Wildes Wasser, stille Wege

Passerschlucht - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Wer das Passeiertal durchquert, ahnt zunächst wenig von dem Naturschauspiel, das sich tief unterhalb der Straße zwischen St. Leonhard und Moos verbirgt. Autos gleiten vorbei, Kühe stehen auf sattgrünen Wiesen, und nichts deutet darauf hin, dass sich nur wenige Meter tiefer eine der eindrucksvollsten Schluchten Südtirols befindet. Dort hat sich die Passer über Jahrtausende ihren Weg durch hartes Gestein gefräst – ein Prozess, der nach dem Ende der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren an Dynamik gewann, als Schmelzwasser und Geröll unaufhaltsam talwärts drängten. Entstanden ist eine enge, tiefe Schlucht, die heute über kühne Stahlkonstruktionen und schmale Steige für Wanderer zugänglich ist.

Thema: Wandern ind er Passerschlucht
Länge: 4.096 Zeichen
Bildauswahl lieferbar
Bestellen

Londoner Kuriosum: Der Eisbär in der Themse

Tower of London - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Die Legende nach droht das Vereinigte Königreich bekanntlich unterzugehen, sollten im Tower of London keine Raben mehr leben. Im Spagat zwischen Aberglauben und Tradition werden daher die schwarzen Vögel seit Jahr und Tag nicht nur gezüchtet, sondern auch liebevoll umsorgt. Zudem werden den Raben die Flügel gestutzt. Sicher ist sicher. Doch dies ist nicht der einzige tierische Mythos, von dem die Festungsanlage am Ufer der Themse bis heute umgeben ist. Im Jahr 1252 erreichte den englischen Hof ein diplomatisches Präsent, das selbst in der prachtvollen Welt mittelalterlicher Herrscher herausragte.

Thema: Kuriose Tiergeschichten aus dem Tower
Länge: 3.545 Zeichen
Bildauswahl lieferbar
Bestellen

Big Ben – die Ikone der Uhrmacherkunst

Textauszug: Wer liebt ihn nicht? Den beeindruckenden Anblick des Big Bens mit seinem neugotischen Turm am Palace of Westminster. Die historische Anmutung, inspiriert von mittelalterlicher Gotik, die reiche Fassadendekoration aus Ziegelstein mit einer Kalksteinfassade und nicht zuletzt die gusseiserne Spitze mit den detaillierten Verzierungen zieht mit seinem Anblick jeden Besucher von London in den Bann. Durch seine stolze Größe von 96,30 Metern überragt er herrschaftlich den Parliament Square. Doch die Wahrheit ist, die beeindruckten Betrachter eines der Wahrzeichen der Hauptstadt Großbritanniens meinen in Wirklichkeit nicht den Big Ben, sondern sind fasziniert vom Elizabeth Tower, der im Jahre 1858 fertiggestellt wurde.

Thema: Aufstieg auf eine Ikone
Länge: 4.022 Zeichen
Bildauswahl lieferbar
Bestellen

Das diskrete Herz von Schloss Benrath

Schloss Benrath, Corps de Logis - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Das Rosa des Mauerwerks leuchtet im Licht der rheinischen Nachmittagssonne fast schon provokant unschuldig. Schloss Benrath, dieses architektonische Juwel von Nicolas de Pigage, präsentiert sich als ein Musterbeispiel für Symmetrie und höfische Repräsentation. Doch wer das Portal des einstigen Jagd- und Lustschlosses im Düsseldorfer Süden durchschreitet und den Blick von den glitzernden Kronleuchtern der Festsäle abwendet, betritt eine Welt, die eigentlich für das Auge der Öffentlichkeit nie bestimmt war. Hier, in den Schattenzonen des Schlosses, entfaltet sich eine ganz eigene Erzählung von Macht, Körperlichkeit und der harten Arbeit am dynastischen Erbe. Es ist eine Reise in die weniger bekannte Seite des Barocks, dorthin, wo die Perücken und Kleider fielen, um einen männlichen Nachfolger zu zeugen.

Thema: Die geheimen Liebesgänge im Schloss Benrath
Länge: 6.555 Zeichen
Bildauswahl und Videoclips lieferbar
Bestellen

Lizenz zum Staunen – London auf 007-Spuren

Textauszug: Der Regen peitscht fast unaufhörlich gegen die Scheibe des Black Cabs, jenes kultigen Taxis, das wie rote Telefonzellen und Briefkästen unverwechselbar zum Stadtbild gehören. Draußen rauscht das South Embankment vorbei. Grauer Beton flirrt im fahlen Licht, und für einen kurzen Moment meint man, das metallische Röhren eines Aston Martin DB5 direkt hinter einem zu hören. Willkommen in London – der Stadt, deren (filmischer) „Schutzheiliger“ seit über 60 Jahren einen maßgeschneiderten Anzug aus der Savile Row trägt und eine Lizenz zum Töten in der Brieftasche hat. Wer sich in der Millionenmetropole auf die Fährte von James Bond begibt, merkt schnell: Die Grenze zwischen Fiktion und Staatsraison ist fließend wie ein Martini, der geschüttelt und nicht gerührt langsam die Kehle hinunter läuft.

Thema: Unterwegs zu den Bon-Drehorten in London
Länge: 11.250 Zeichen
Bildauswahl lieferbar
Bestellen

Seekrankheit verstehen und Symptome lindern

Textauszug: Das Meer zeigt sich oft von seiner schönsten Seite, glitzernd und scheinbar ruhig, doch unter dieser Oberfläche liegt eine Kraft, die selbst erfahrene Reisende aus dem Gleichgewicht bringen kann. Seekrankheit ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine Reaktion des Körpers auf widersprüchliche Sinneseindrücke. Während das Auge vielleicht eine stabile Umgebung wahrnimmt, registriert das Innenohr jede noch so kleine Bewegung. Genau in diesem Widerspruch beginnt das Unwohlsein. Schon bei leichtem Wellengang kann dieses diffuse Gefühl entstehen, das sich langsam aufbaut. Zunächst wirkt alles harmlos, ein leichtes Schwindelgefühl, ein flauer Magen. Doch mit zunehmender Dauer kann sich dieser Zustand steigern, bis Übelkeit, kalter Schweiß und schließlich Erbrechen einsetzen.

Thema: Was tun gegen Übelkeit an Bord
Länge: 6.236 Zeichen
Bildauswahl lieferbar
Bestellen