Textauszug: Das Geräusch der sanft brechenden Wellen mischt sich mit dem fernen Rufen exotischer Vögel, während der Blick über puderweichen, blendend weißen Sand schweift. Die besondere Magie von Tulum, gelegen an der Ostküste der mexikanischen Halbinsel Yucatán im Bundesstaat Quintana Roo, liegt in der Schönheit der Karibik einerseits und einer außergewöhnlichen historischen Kulisse andererseits. Das intensive Türkis des Meeres kontrastiert mit den hellen Kalksteinfelsen, auf denen sich die berühmten Maya-Ruinen erheben. Davor ziehen sich kilometerlange Sandstrände entlang der Riviera Maya, gesäumt von Kokospalmen und tropischer Vegetation.
Thema: Das mexikanische Tulum
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Textauszug: Jahrhundertelang lag Urk als kleine Insel in der bisweilen stürmischen Zuiderzee. Fischer lebten vom Meer, trotzten Wind und Wellen und entwickelten eine enge Gemeinschaft, die bis heute das Selbstverständnis der 22.000-Seelen-Gemeinde prägt. Erst mit dem Bau des Afsluitdijks im Jahr 1932 wurde aus der offenen Meeresbucht das heutige IJsselmeer. Wenige Jahre später verband die Trockenlegung des Noordoostpolders die Insel dauerhaft mit dem Festland. Geografisch verschwand Urks Insellage – emotional ist sie bis heute geblieben. Das Herz des Ortes schlägt im alten Dorfkern. Hier verlaufen die „Ginkies“, jene schmalen, verwinkelten Gassen, die entstanden, als auf der kleinen Insel jeder freie Meter kostbar war.
Textauszug: Eines der faszinierendsten kulinarischen Erlebnisse der britischen Hauptstadt verbirgt sich hinter dicken Backsteinmauern und schweren Sicherheitstüren: Das Restaurant The Clink im Penge Building des seit dem Jahr 1830 betriebenen Gefängnisses HMP Brixton beweist auf eindrucksvolle Weise, dass gehobene Gastronomie und Resozialisierung eine unschlagbare Kombination bilden können. Dass draußen Stacheldraht und gesicherte Türen warten, während innen sorgfältig angerichtete Teller und ein aufmerksamer Service den Ton angeben, macht dabei den Reiz dieses besonderen Ortes aus.
Textauszug: Gemächlich zieht die MS Elbe Princesse vom tschechischen Prag aus über die Moldau und die Elbe Richtung Dresden und eröffnet Perspektiven auf historische Städte, weite Flusslandschaften und verborgene Naturschätze. Dabei fällt das Schiff im positiven Sinne sofort auf. Nicht nur wegen seines Namens, sondern vor allem durch seine technische Besonderheit: Als eines der wenigen Flusskreuzfahrtschiffe Europas nutzt es ein Schaufelrad, das speziell für flache Gewässer konzipiert wurde und vermittelt dabei eine Atmosphäre, die an die große Zeit der historischen Raddampfer erinnert. Genau diese Bauweise ermöglicht die Befahrung von Routen, die klassischen Kreuzfahrtschiffen verwehrt bleiben.
Textauszug: Kaum eine Flussreise verbindet historische Metropolen, romantische Landschaften und bedeutende Kulturdenkmäler so harmonisch wie eine Flusskreuzfahrt auf der Moldau und der Elbe. Zwischen den goldenen Türmen Prags und der barocken Pracht Dresdens entfaltet sich eine Route, die das Herz Böhmens mit den schönsten Seiten von Sachsen verbindet. Dabei wechseln eindrucksvolle Stadtpanoramen, stille Flusswindungen, bewaldete Ufer und prächtige Adelssitze in einem Rhythmus, den das Reisen auf dem Wasser entspannt vorgibt. Möglich wird das durch die MS Elbe Princesse, ein modernes Schaufelradschiff mit kombiniertem Jetantrieb, das speziell für geringe Wassertiefen und enge Flussabschnitte konzipiert wurde. .
Textauszug: Still und beinahe entrückt liegt der Formarinsee in den Lechtaler Alpen. Die umliegenden Bergkämme spiegeln sich in der glatten Oberfläche. Unweit des Sees, der im Jahre 2025 zum „schönsten Platz in Österreich“ gekürt wurde, tritt das Wasser aus den Felsen hervor, sickert durch Geröllfelder, sammelt sich zwischen Alpenrosen und Edelweiß und formt ein Rinnsal, das bald einen Namen tragen wird: Lech. Auf 1.793 Metern Höhe beginnt hier die Geschichte eines der letzten weitgehend ungezähmten Flüsse Europas. Mit gerade einmal sechs Grad Temperatur macht sich das Wasser auf eine 264 Kilometer lange Reise durch Österreich und Deutschland, bis es schließlich bei Marxheim in die Donau mündet.
Textauszug: In einer Zeit, in der viele Häuser mit Konzepten von Offenheit und Begegnung werben, setzt die Lech Lodge am Arlberg in Österreich auf einen anderen, beinahe altmodisch wirkenden Wert: Privatsphäre. Die Idee, sich während der schönsten Tage des Jahres nicht in einen anonymen Hotelbetrieb einordnen zu müssen, sondern in einer fast privaten Atmosphäre zu wohnen, trifft den Nerv der Zeit. Der Morgen beginnt nicht unter dem Diktat des Buffets und vorgegeben durch die Öffnungszeiten des Frühstücksrestaurants, sondern im eigenen Takt. Der Abend endet nicht mit dem Gefühl, Teil eines Betriebs zu sein, sondern mit dem Eindruck, in einem persönlichen Rückzugsort angekommen zu sein, ohne dabei auf den Komfort eines erstklassigen Hotels verzichten zu müssen.
Textauszug: Zwischen den Kanalinseln Jersey und Guernsey liegt Sark, ein winziger Flecken im Ärmelkanal. Nur rund 5,5 Quadratkilometer groß und von kaum mehr als 500 Menschen bewohnt. Autos sind hier tabu, asphaltierte Straßen gibt es nicht. Die Landschaft auf Sark lebt von Kontrasten: zerklüftete Klippen, smaragdgrüne Wiesen, enge Pfade, die sich an Felswänden entlangschlängeln, und Buchten, die nur bei Ebbe zugänglich sind. Besonders eindrucksvoll ist die Verbindung zwischen Great Sark und Little Sark über den schmalen, windgepeitschten Landbrücke La Coupée, der den Blick weit über das Meer öffnet und nicht von ungefähr zu den spektakulärsten Naturpassagen Europas zählt.
Textauszug: Wer wissen möchte, wie vermeintlich echte Romantik aussieht, muss sich an einem Nachmittag in die Via Cappello Nummer 23 im norditalienischen Verona quetschen. Hier, im weltberühmten Innenhof der Casa di Giulietta, stehen Hunderte Menschen dicht gedrängt, richten ihre Smartphones auf einen eher überschaubaren Steinbalkon und klammern sich an ein ehernes Gesetz des modernen Aberglaubens: Wer die rechte Brust der bronzenen Julia-Statue berührt, dem soll das Liebesglück hold sein. Ob es funktioniert? Nun ja, die Statue glänzt an besagter Stelle wie ein frisch polierter Sportwagen – ein untrügliches Indiz für den ungebrochenen Glauben der Besucher.
Textauszug: Nicht von ungefähr gilt das kleine Bois-du-Luc in der wallonischen Provinz Hennegau als eines der bedeutendsten Zeugnissen europäischer Industriekultur. Die ehemalige Steinkohlenzeche, deren Ursprünge bis ins Jahr 1685 zurückreichen, war fast drei Jahrhunderte bis 1973 in Betrieb und gehört damit zu den langlebigsten Bergbauanlagen des Kontinents. Backsteinfassaden, gepflasterte Wege und der prägnante Förderturm vermitteln noch heute ein nahezu unverändertes Bild jener Epoche, in der Kohle als Motor der Industrialisierung galt.
Textauszug: Die Region Kunene im Nordwesten von Namibia, lange unter dem Namen Kaokoland bekannt, zählt zu den abgelegensten Landstrichen des afrikanischen Kontinents. Weniger als ein Mensch pro Quadratkilometer, Niederschläge von oft unter 100 Millimetern im Jahr und Temperaturen, die im Sommer regelmäßig über 40 Grad Celsius steigen, und Straßen, die oft nur als Spuren im Sand zu erahnen sind, kennzeichnen den kargen Landstrich. Dieser entpuppt sich als ein Mosaik aus ockerfarbenen Ebenen, schroffen Bergen und trockenen Flussbetten, die gelegentlich von extrem überlebensfähigen Pflanzen durchbrochen werden wie Flechten, dem Wüstenkohl, der an felsigen Hängen wächst, oder dem Köcherbaum, der das kostbare Wasser in seinem Stamm speichert.